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Neue Erlebnisse, neue Bekanntschaften

Bonjour!

Freut mich, dass ihr mal wieder vorbeischaut, auf meinem Blog! Ich habe viel zu erzählen und hoffe, dass ich nichts vergesse...
Ich beginne mal mit dem 1.September. An diesem Tag gab es hier, in der Nähe des Reitstalls ein Dressur-Turnier, an dem viele Reiterinnen und Reiter von "St. Laurent Dressage" (so heißt der Stall hier) teilnahmen.
Am Sonntagabend erledigten wir bereits den Transport der Pferde und Ponies. Annick hat einen großen Pferdeanhänger, auf den 5 Tiere passen. Da wir 10 Pferde und Ponies zum Turnierplatz zu bringen hatten, mussten wir also zwei Fahrten einplanen. Leichter gesagt, als getan. Wie das wahrscheinlich jeder Turnierreiter kennt, sträubte sich ein Pony strikt und ging nicht auf den Anhänger. So mussten wir also drei mal fahren und für den dritten Trasport etwas mehr Zeit einplanen und viiiiiiel Geduld. 


Letztendlich hatten wir dann alle Turnierpferde und -Ponies sicher und unbeschadet zum Turnierplatz gebracht und in den dort zur Verfügung gestellten Boxen unterbegracht.


Am nächsten Tag, also am 1. September fanden dann die Prüfungen statt. Am Vortag hatten die Reiter von "St. Laurent Dressage" schon mal die Gelegenheit genutzt, ihren Vierbeinern die Reitplätze zu zeigen und sich selbst ein wenig daran zu gewöhnen.
An diesem Montag jedenfalls (die Kinder mussten ja erst Dienstag wieder in die Schule) mussten Annick, Ophélie und ich um 6:00 Uhr früh aufstehen, schnell etwas essen, fertig machen, los zum Turnierplatz, um rechtzeitig zur ersten Prüfung von Annicks Schülerin da zu sein. Morgens war es noch recht kalt und deshalb hielten Ophélie und ich uns erstmal im Ponystall auf, während Annick die ganze Zeit damt beschäftigt war, die Schüler und ihre vierbeinigen Partner auf die bevortsehenden Püfungen vorzubereiten.
Ich fand es echt erstaunlich, dass irgendwie keiner der ganzen Reiter aufgeregt zu sein schien. Ich fragte Maude deshalb, ob sie denn gar nicht vervös sei, aber sie meinte: "Nein. Wieso? Nichts ist aufregend für mich. Ich kenne mein Pony, ich weiß die Aufgabe auswendig und... was soll schon schiefgehen?!" Ich nickte, eigentlich einleuchtend.



Aber hat man nicht ein Ziel, das man erreichen möchte? Was, wenn man es nicht schafft? Was wenn man die schlechtesten Ergebnisse von allen hat oder so? Aber hier in Kanada/Québec ist das anders. Konkurrenz ist hier ein absolutes Fremdwort und das ist echt angenehm! Man freut sich für den anderen, egal aus welchem Stall (hier scheinen sich sowieso alle irgednwie zu kennen, vielleicht über die Schule?), man fiebert mit dem anderen mit, man tröstet den anderen, wenn es nicht so gut gelaufen ist. Das ist echt toll!

Gegen Mittag wurde es immer heißer und am Himmel war keine Wolke zu sehen. Es gab so gut wie keinen Schatten und bei 30-35°C in langer Hose ist das auf Dauer nicht auszuhalten. Alle halbe Stunde, so kam es mir vor, holte ich mir wieder etwas zu trinken. (Irgendjemand meinte doch tatsächlich, ich solle mir auf jeden Fall genügend warme Sachen mitnehmen. Ich fahre ja schließlich im Herbst nach Kanada. Jaaaa...wer von euch war das eigentlich? ;-))



Den ganzen langen Tag verbrachten wir auf dem Turnier und gegen Nachmittag war ich -vor allem aufgrund des Wetters- schon völlig k.o. Es wurde mir bald echt zu langweilig, immer nur etwas anzureichen, zuzuschauen und zu den Ergebnislisten zu laufen. Besonders weil das dann immer Wege von geschätzten 500 Metern sind.

Am Abend war dann wieder der Transport zu erledigen. Und damit die müden Reiterinnen und Reiter diret nach dem Absatteln und Füttern nach Hause fahren konnten, übernahmen die noch ganz wachen Helfer (*räusper*) die Ponies und Pferde. Aufladen, Abladen, in die Box, ausflechten, Bandagen ab. Wie gut, dass ich das alles im Schlaf kann...
Anais, ein Mädchen aus dem Stall, das jeden Tag hierher kommt, weil sie ein eigenes Pferd hat, half auch mit. Als wir mit allem fertig waren, fragte sie mich, ob ich nicht bei ihr übernachten wolle. Ich freute mich natürlich, obwohl ich hundemüde war und willigte ein. Dann packte ich schnell meine Sachen und fuhr mit Anais und ihrer Mutter zu ihnen nach Hause. Die Wohnung war zwar sehr ungemütlich, da es keine Möbel gab, aber das lag daran, dass die Beiden erst vor Kurzem dort eingezogen sind. Als ich gegessen hatte (Anais machte ein paar Nudeln warm), ging es mir schon besser. Ich nahm noch Dusche und setzte mcih dann noch mit Anais vor den Fernseher. Es fiel mir ganz schön schwer, die Augen überhaupt noch offen zu halten. Meine Ohren waren eh schon schlafen gegangen, zumindest was Französisch betraf. Bald gingen wir zum Glück schlafen.

Dann, am nächsten Morgen (die Hündin von Anais hatte mit in unseren Betten geschlafen!) aßen wir eine kleine Portion Müsli und fuhren dann mit der Mutter los nach Boucherville, um ein bisschen shoppen zugehen.

Pünktlich zum Mittagessen kamen wir dann wieder am Reitstall bei Annick an. Anais blieb noch den ganzen Tag und schlief die folgende Nacht bei uns. Wir hatten noch viel Spaß, zusammen mit Ophélie.

Das war's erst mal, meine Lieben, ich habe zu tun. Bald schreib ich euch wieder, versprochen. Und wenn ihr euch ein bisschen das Haus anschauen wollt, in dem ich zur Zeit lebe, könnt ihr das machen. Oben rechts auf der Seite steht "Pages". Da habe ich ein paar Fotos für euch reingestellt...

Macht's gut und vergesst mich nicht!
Liebe Grüße, Bisoux, Frauke
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